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Simultaneous Engineering

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Immer kürzer werdende Innovationszyklen verlangen für die Entstehung eines Produktes Realisierungspläne, die diesen engen zeitlichen Vorgaben auch wirklich Rechnung tragen. Will man nicht zu spät am Markt sein, werden heute für die Abwicklung eines EW-Vorhabens bis zur Serienreife Zeiträume zugestanden, die vor Jahren einfach undenkbar waren.


Schaut man sich diese Entwicklung in den verschiedenen Branchen an, so verläuft sie meistens nahezu ähnlich. Wurden in den 80er und 90er Jahren beispielsweise für die Entwicklung einer Werkzeugmaschine bis zur Serienreife eine Zeit von 2 bis 3 Jahren benötigt, werden heute bereits Zeitspannen von unter einem Jahr angesetzt. Bei manchen Konsumgütern liegen diese Zeiträume stellenweise inzwischen bei nur noch wenigen Monaten...


Dies läßt sich nicht mehr durch die klassische Abwicklung eines Projektes in „starren“ Projektphasen, die dann schön nacheinander ablaufen, realisieren. So wird neben einem „intelligenten Verknüpfen" von definierten Arbeitspaketen und Vorgängen auch die Durchführung von "best- und worst-case" Simulationen zur Ermittlung der kritischen Pfade eines Projektes notwendig. Dabei müssen unbedingt alle am Projekt beteiligten Stellen mitwirken, um vorhandene "bottlenecks“ und unnötige „Sicherheitspuffer“ zu vermeiden und dann gemeinsam einen Projektablaufplan festzulegen, der es erlaubt, Arbeiten - soweit möglich - vorzuziehen, parallel laufen zu lassen oder ggf. hierauf ganz zu verzichten, ohne dass dies zu Lasten der gewünschten Ergebnisse geht.


Dieses „Simultaneous Engineering“ beginnt also bereits in der Projektplanung und wird insbesondere durch ein konsequentes Projektcontrolling bei der Abwicklung der Entwicklungsvorhaben erreicht. Auch dabei sind neue und bessere Wege des Projektmanagements gefordert. Neben einer hohen Eigenständigkeit und Verantwortung aller Projektbeteiligten gehört hierzu eine besonders große Transparenz und gute Kommunikation über den jeweiligen Stand des Projektes. Zudem wird ein schnelleres Entscheidungs- und Reaktionssystem benötigt, um ein aus dem „Ruder laufen“ rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Methoden wie „trial and error“ haben hierbei keinen Platz mehr!


Simultaneous Engineering bedeutet immer auch unnötige konstruktive Änderungen zu vermeiden und den Änderungsaufwand in einem Projekt möglichst gering zu halten. Hierzu hat sich als äußerst wirkungsvoll die Durchführung von Design-Reviews mittels FMEA erwiesen. Diese FMEAs werden frühstmöglich in einem Projekt begonnen, um potentielle Fehler rechtzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen – dann noch ohne großen Aufwand - zu vermeiden.


Simultaneous Engineering bedeutet aber auch, dass auf "Tollgates" oder sonstige umständliche und vor allem zeitaufwendige Freigabeprozeduren, wo immer möglich, zu verzichten. Als geeigneteres Hilfsmittel hat sich hierfür die Durchführung von "dynamischen Quality-Audits" über die jeweils wichtigen Teilprojekte bzw. über das Gesamtprojekt erwiesen. Dieses „dynamic tracking“ schafft die Voraussetzung, dass „Unvorhergesehenes“ immer seltener wird und damit die vorgegebenen, meist äußerst anspruchsvollen Ziele auch erreicht werden können...

Wenn Sie Fragen zum Thema  "Simultaneous Engineering" haben, sprechen Sie uns einfach an!

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